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SRK

Berufsziel Langzeitpflege

Bianca Gerber

Zur Person:
Bianca Gerber, 36, arbeitet als Pflegehelferin im Alters- und Pflegeheim Hasle Rüegsau.
2012 absolvierte sie den Lehrgang zur Pflegehelferin SRK, 2016 schloss sie das Zertifikat Langzeitpflege und das Zertifikat Demenzbetreuung des SRK Kanton Bern ab.

Interview Bianca Gerber, Pflegehelferin SRK

Frau Gerber, was motivierte Sie, sich nach dem Zertifikat zur Pflegehelferin weiterzubilden?
Mein Erstberuf war Köchin, der Lehrgang Pflegehelfer/-in SRK war für mich ein Sprungbrett, um in den Pflegeberuf einzusteigen. Bei den Zertifikaten Lehrgang Pflegehelfer/-in SRK Langzeitzpflege und Demenzbetreuung SRK ging es für mich dann vor allem darum, mein Wissen in verschiedenen Bereichen, die mich interessierten, noch zu vertiefen. Ich habe die Zeit in der Weiterbildung genossen. Die Dozenten sind sehr unterschiedlich, das machte die Lehrgänge sehr abwechslungsreich und spannend.

Wie informierten Sie sich über die Weiterbildungsmöglichkeiten?

Ich habe mich über Flyer, aber auch online informiert. Alle Informationen, die man braucht, findet man unter www.srk-bern.ch/wbph. Dass ich meine Weiterbildungen beim SRK besuchen würde, war für mich klar. Ich kannte die SRK-Lehrgänge schon von meiner Mutter, damals waren sie aber natürlich noch anders aufgebaut.

Bevor und während Sie Ihre Weiterbildungen besuchten, haben Sie als Pflegeassistentin am Inselspital in der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie gearbeitet. Was bewog Sie dazu, danach in ein Alters- und Pflegeheim zu wechseln?
Nach dem Abschluss des Lehrgangs zur Pflegehelferin SRK fand ich gleich am Inselspital eine Stelle. Rückblickend war dies für mich ein Glücksfall. Ich konnte sehr viel dazulernen. Ich sah viel und profitierte von der Dynamik in einem Akutspital. Gleichzeitig fing ich an, mich intensiv weiterzubilden, dadurch wurde mir bewusst, dass ich mit der Zeit wieder in die Langzeitpflege möchte. In der Akutpflege ist alles sehr hektisch, man ist weniger beim Patienten selbst. In der Langzeitpflege hat man mehr Zeit. Man hilft den Bewohnerinnen und Bewohnern beim Aufstehen, begleitet sie zum Frühstück und hilft ihnen, den Tag zu gestalten. Das ist es, was mir gefällt. Durch die Weiterbildungen konnte ich mich ideal auf dieses Umfeld vorbereiten.

Was hat sich dadurch für Sie geändert?
Man schaut besser hin, hat mehr Ideen, um verschiedene pflegerische Methoden auszuprobieren. Zudem habe ich an Sicherheit und Vertrauen gewonnen. Ich versuche, die Bewohnerinnen und Bewohner stets so zu pflegen, wie ich es selbst auch gerne hätte.

Wie hat Ihre Arbeitgeberin auf die Weiterbildungen reagiert?
Sehr positiv. Durch den Besuch der Weiterbildungen sieht der Betrieb auch, dass man offen ist für Neues. Im Alltag spüre ich das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird.

Welche Weiterbildungen würden Sie in Zukunft ins Auge fassen?
Mich würden die Medikamentenkurse des SRK interessieren. In einem Altersheim ist man durch die alleinige Dienstabdeckung, zum Beispiel am Abend, mehr mit dem Thema Medikamente konfrontiert als in einem Spital. Deshalb ist das Thema für mich wichtig. Grundsätzlich besuche ich Weiterbildungen aber in erster Line für mich selbst – aus Neugier und um mein Wissen stetig zu erweitern. Es sollte vor allem Freude machen.

Ist die Ausbildung zur Fachangestellten Gesundheit (FAGE) oder zur Pflegefachfrau ein Thema?
(Lacht) Gerade heute wurde ich bei der Arbeit gefragt, ob ich die Ausbildung zur FAGE machen wolle. Für mich ist das aber eigentlich kein Thema. Als Pflegehelferin bin ich dort, wo ich sein will. Ich verbringe viel Zeit mit den Bewohnern; je “höher” die Ausbildung ist, desto mehr nimmt auch die administrative Arbeit zu. Für mich passt es so, wie es ist. Aber man soll ja niemals “Nie” sagen.


Alle Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten für Pflegehelferinnen und Pflegehelfer SRK finden sich hier: www.srk-bern.ch/wbph.
Sie möchten sich beraten lassen? Rufen Sie uns an: Tel. 031 919 09 19