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Palliative Care: Interview mit Natalie Pedrini

«Mit dem Lehrgang Passage erweitern Pflegehelfer/-innen ihren Horizont»

In der Weiterbildung «Passage SRK – Lehrgang in Palliative Care» gewinnen Pflegehelfer/-innen Sicherheit im Umgang mit Menschen an ihrem Lebensende. Natalie Pedrini, Geschäftsleiterin Palliative-Care-Netzwerk Region Thun, empfiehlt den Lehrgang deshalb allen Pflegehelfer/-innen.

Natalie Pedrini (44), Geschäftsleiterin Palliative-Care-Netzwerk Region Thun: «Eine Weiterbildung im Bereich Palliative Care hat Zukunft.»

Natalie Pedrini, was verbindet Sie persönlich mit Palliative Care?
Während meiner Kindheit wurde ich mit Sterben und Tod im eigenen Zuhause konfrontiert. Ich habe miterlebt, wie nahe Verwandte bis zuletzt liebevoll umsorgt wurden, was mich positiv geprägt hat. Später, als Pflegefachfrau auf der Onkologie, spielte die Palliative Care oft eine wichtige Rolle. In meiner heutigen Funktion setze ich mich unter anderem für ein flächendeckendes Verständnis gegenüber der Palliative Care ein.

Was bedeutet das, und welche Trends gibt es in der Palliative Care?
Es gibt immer mehr ältere Menschen, viele leiden im Alter an mehreren Krankheiten gleichzeitig. Deshalb braucht es Mitarbeitende, die in Palliative Care gut ausgebildet sind – in Heimen, in Spitälern und bei der Spitex. Die gesamte Pflegelandschaft müsste auf dem gleichen Wissensstand sein. Alle Berufsgruppen sollten stärker zusammenarbeiten – zum Vorteil der Patientinnen und Patienten. Hier ist noch viel zu tun, umso wichtiger ist der Lehrgang Passage des SRK. Auf politischer Ebene stützen die Nationale Strategie Palliative Care sowie das Palliative-Care-Konzept des Kantons Bern diese Entwicklung.

Was muss eine Pflegehelferin mitbringen, wenn sie in der Palliative Care arbeiten will?
Das Wichtigste sind Interesse und Motivation für das Thema. Die Tätigkeit in der Palliative Care unterscheidet sich vom üblichen Pflegealltag; es braucht viel Zeit, Geduld und Fingerspitzengefühl, um herauszufinden, was der jeweilige Patient und seine Angehörigen gerade brauchen. Selbstbestimmung und Würde stehen klar im Vordergrund.

Wem empfehlen Sie die Weiterbildung «Passage SRK – Lehrgang in Palliative Care»?
Allen Pflegehelfer/-innen und allen Arbeitskräften, die mit schwerkranken und älteren Menschen arbeiten. Im Kanton Bern wird die Palliative Care immer mehr in Spitäler, Spitexorganisationen und Heime integriert, auch palliative Spezialdienste werden aufgebaut. Entsprechende Weiterbildungen, zum Beispiel der Lehrgang Passage SRK, sind gut besucht. Je mehr Arbeitgeber den Lehrgang finanzieren, desto breiter ist das wertvolle Wissen abgestützt.

Was bringt der Lehrgang den Absolventinnen und Absolventen?
Wer sich mit dem Thema Sterben und Tod auseinandersetzt, erweitert seinen Horizont und gewinnt Sicherheit im Umgang mit der letzten Lebensphase. Fachwissen und Theorie, praktische Unterstützung und Erfahrungsaustausch sind weitere Pluspunkte des Lehrgangs Passage SRK. Ich erhalte viele positive Rückmeldungen von Teilnehmenden.

Und wie profitieren Arbeitgeber davon?
Absolventinnen und Absolventen des Passage-Lehrgangs fühlen sich gestärkt und können mit schwierigen Situationen besser umgehen. Die Angehörigen werden stärker miteinbezogen – ein wichtiger Faktor in der Palliative Care. All das verbessert die Qualität der Arbeit und ist ein Mehrwert für die gesamte Institution.


Passage SRK – Lehrgang in Palliative Care für Pflegehelfer/-innen: professionelle Pflege und Betreuung chronisch kranker und sterbender Menschen
In diesem Lehrgang erfahren Sie, wie Sie Menschen mit einer schweren oder chronischen Krankheit pflegen und im Sterbeprozess professionell begleiten. In acht Unterrichtstagen werden Sie in Theorie und Praxis gezielt auf palliative Situationen vorbereitet. Der Lehrgang entspricht dem Niveau A1 von Palliative Care.
→ zugeschnitten auf Pflegehelfer/-innen und ihr Arbeitsumfeld

Mehr erfahren und anmelden: Lehrgang in Palliative Care für Pflegehelfer/-innen
Nächster Lehrgang: 18. Februar bis 26. Mai 2020
Sie möchten sich beraten lassen? Rufen Sie uns an: 031 919 09 19

Newsletter Oktober 2019: Übersicht