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SRK

Mit Gelassenheit viel bewirken

Zur Person:
Cornelia Stalder, 40, arbeitet seit einem Jahr als Pflegehelferin SRK im Wohnpark Buchegg in Burgdorf, einem Pflegeheim für Menschen aller Altersstufen, die auf stationäre Pflege angewiesen sind.

Interview Cornelia Stalder, Pflegehelferin SRK

Weshalb entschieden Sie sich für das Zertifikat Demenzbetreuung SRK?
Cornelia Stalder: Ich arbeitete als Coiffeuse im Altersheim in Hasle-Rüegsau. Dadurch hatte ich viel Kontakt mit älteren Menschen, auch mit Menschen mit Demenz. Mich interessierte ein Wechsel in die Pflege und so entschied ich mich nach dem Besuch des Lehrgangs Pflegehelfer/-in SRK beim SRK Kanton Bern zusätzlich noch für den Lehrgang Demenzbetreuung SRK. Ich konnte im Altersheim Hasle-Rüegsau ein längeres Praktikum als üblich machen und erhielt dadurch einen vertieften Eindruck des Pflegealltags.

Wie erlebten Sie den Zertifikatslehrgang?
Mir gefiel die Kombination aus Theorie und Praxis sehr gut. Wir wurden dazu ermuntert, alles auszuprobieren. Die Ausbilderinnen sagten uns immer wieder, dass man nichts falsch machen, sondern aus Fehlern nur lernen könne. Diese Haltung war für uns Teilnehmende sehr motivierend. Und was ich auch nicht unbedingt erwartet hätte: Wir lachten sehr viel. Diese positive Stimmung finde ich heute auch im Berufsalltag immer wieder wichtig. Auch mit Menschen mit Demenz kann man es lustig haben. Humor ist wichtig, um zueinander einen Zugang zu finden.

Welches war der wichtigste Ratschlag, den Sie aus dem Lehrgang mitgenommen haben?
Nie nach dem Warum fragen. Ich versuche, die Menschen, die ich betreue und die pflegerischen Situationen, die sich ergeben, so zu nehmen, wie sie sind und mich darauf einzulassen. Es ist wichtig, dass man als Pflegende ruhig bleibt - auch wenn sich eine Bewohnerin oder ein Bewohner ärgert, oder gar aggressiv wird. Man darf das nicht persönlich nehmen und muss geduldig bleiben, auch wenn man etwas schon oft gesagt hat. Das Wissen aus dem SRK-Lehrgang hilft mir dabei, im Kopf “zurückzuspulen” und die richtigen Worte oder die richtigen Handlungen zu finden. Aber auch bei Personen, die keine Demenz haben, nützen mir die Techniken aus dem Lehrgang. Ich würde das Zertifikat allen empfehlen, die in einem Pflegeheim arbeiten. Es hilft, die Menschen besser zu verstehen.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?
Ich freue mich sehr über meine neue Aufgabe. Ich bin sehr viel mit den Bewohnern zusammen, unterstütze sie beim Aufstehen, beim Anziehen oder bei den Mahlzeiten. Auch die Alltagsgestaltung gehört zu meinen Aufgaben. Mit den Bewohnern zu sprechen und für sie Zeit zu haben ist wichtig und macht viel für ihre Lebensqualität aus. Das Zertifikat hilft mir sehr dabei, den richtigen Umgang mit den von mir betreuten Personen zu finden, zum Beispiel wenn es darum geht, jemanden zu beruhigen.

Wie erleben Sie die Zusammenarbeit im Team
Sehr gut, es gibt eigentlich keine Unterschiede. Die einzige Ausnahme: Pflegehelferinnen dürfen keine Medikamente richten. Sonst übernehmen alle im Team dieselben Aufgaben.

Warum haben Sie sich für das SRK als Bildungsanbieter entschieden?
Das SRK war für mich die naheliegende Wahl. Wir hatten im Kurs Teilnehmende aus der ganzen Schweiz, zum Beispiel aus Basel, Zürich oder aus dem Wallis. Sie nehmen den Weg in Kauf, weil die Qualität der Kurse beim SRK Kanton Bern hoch ist. Ich freue mich bereits darauf, noch zwei weitere Kurse zu besuchen: zuerst den Grundkurs Kinaesthetics und im Herbst den Lehrgang Passage SRK (Palliative Care).