Quicklinks

SRK

Studie zur Bedeutung der Pflegehelfer/-innen SRK

Eine neue Studie des Fachbereichs Gesundheit der Berner Fachhochschule zeigt auf, welche Bedeutung den Pflegehelfern/-innen SRK in der Schweizer Gesundheitsversorgung zukommt.

«Ein Pflegealltag ohne Pflegehelfer/-innen SRK ist kaum vorstellbar», sagt die Pflegedienstleiterin eines Alters- und Pflegeheims. Die auf Assistenzstufe angesiedelten Pflegehelfenden bilden in der Schweizer Langzeitpflege die grösste Personalgruppe. Viele von ihnen sind Frauen, die ihren ursprünglichen Beruf aus familiären Gründen aufgegeben haben und auf diesem Weg den Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit wagen. Der Lehrgang spielt aber auch bei der Integration von Migrantinnen und Migranten und neu auch bei vorläufig aufgenommenen Flüchtlingen eine wichtige Rolle.

Voraussetzung für die Teilnahme am Lehrgang Pflegehelfer/-in SRK sind Sprachkenntnisse des Niveaus B1; in 120 Stunden Theorieunterricht und 15 Tagen Praktikum werden die Grundlagen des Pflegeberufs erlernt. Rund 80 Prozent der Absolvierenden arbeiten danach in Institutionen der Langzeitpflege wie Alters- und Pflegeheimen oder bei der Spitex.

Pflegehelfer/-innen SRK unterstützen das Fachpersonal bei Arbeiten der Grundpflege und leisten einen wichtigen Beitrag zur individuellen Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner. Wie aus der Studie hervorgeht, übernehmen Pflegehelferinnen und Pflegehelfer in ihrem Arbeitsalltag jedoch oft auch Tätigkeiten, die von ihrem Kompetenzprofil abweichen. Aus diesem Grund fordert der Verein Interessengemeinschaft Pflegehelfender SRK neben einer Anerkennung des Stellenwerts der Pflegehelfenden eine klare Definition des Kompetenzprofils. Bei zusätzlichem Potenzial haben Pflegehelfer/-innen SRK die Möglichkeit, eine verkürzte 2-jährige- oder eine reguläre 3-jährige Grundbildung zur Fachfrau oder zum Fachmann Gesundheit (FaGe) zu absolvieren. Laut Studie könnte durch gezielte Förderung der Pflegehelfenden die Qualität der Versorgungsqualität optimiert und dem Personalmangel an Fachkräften in der Langzeitpflege entgegengewirkt werden.

Autorin der Studie ist Madeleine Bernet, Pflegefachfrau, Praxisausbildnerin und Pflegeexpertin im Bereich Akutpflege. Seit 2014 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Gesundheit der Berner Fachhochschule. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Langzeitpflege, Patientenedukation und Frauengesundheit. Die vorliegende Studie hat sie gemeinsam mit den Koautorinnen Marianne Stäubli, Marianne Riedwyl, Elisabeth Zürcher und Sabine Hahn verfasst.