Wir sind für Sie da

Martina Blaser

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Migration

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Wir sind für Sie da

Aktuell

Informationen für Geflüchtete aus der Ukraine im Kanton Bern

Auf dieser Seite finden Schutzsuchende aus der Ukraine nützliche Informationen und Links zu ihrem Aufenthalt in der Schweiz.

Wenn Sie aus der Ukraine in die Schweiz geflüchtet sind, müssen Sie sich möglichst rasch, spätestens aber innerhalb von 90 Tagen bei den Behörden anmelden. Sie erhalten dann den Schutzstatus (Status S) und eine Aufenthaltsbewilligung. Dies gilt für alle Geflüchteten (auch anderer Nationalitäten), die vor dem 24.02.2022 in der Ukraine wohnhaft waren.

  • Unterkunft bereits vorhanden
    Wenn Sie bereits eine Unterkunft haben, können Sie das Gesuch online einreichen. Sie erhalten dann per Mail einen Termin für die Registrierung.
    Online-Formular für die Registrierung
  • Noch keine Unterkunft
    Wenn Sie noch keine Unterkunft haben, können Sie sich direkt im Bundesasylzentrum in Bern registrieren lassen: Bundesasylzentrum, Morillonstrasse 75, 3007 Bern

Schutzstatus S

  • Mit dem Schutzstatus S können Sie in der Schweiz arbeiten und Ihre Kinder hier zur Schule gehen.
  • Sie erhalten medizinische Grundversorgung (Krankenkasse) und finanzielle Unterstützung für den Lebensunterhalt (Sozialhilfe).
  • Sie können ins Ausland reisen und wieder in die Schweiz zurückkehren.
  • Ihre Familienangehörige können in die Schweiz nachziehen.
  • Sie können bis am 31. Mai 2022 gratis den öffentlichen Verkehr (2. Klasse) in der Schweiz benutzen.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier:
Wissenswertes für schutzsuchende Personen aus der Ukraine (Deutsch und Französisch)

Mit dem Status S erhalten Sie bei Bedarf finanzielle Unterstützung für den Lebensunterhalt (Sozialhilfe).

Die Höhe des monatlichen Betrags hängt von verschiedenen Kriterien ab. Zum Beispiel:

  • Anzahl Personen im Haushalt
  • Art der Unterbringung (privat, Kollektivunterkunft)

Mit diesem Betrag können Sie die Mietkosten, die Krankenkasse und Ihren Lebensunterhalt (Essen, Hygiene, usw.) bezahlen.
Wenn Sie eine Arbeit finden oder Ihre persönliche Situation sich verändert (Grösse Haushalt etc.), wird die Sozialhilfe entsprechend angepasst.

Finanzielle Unterstützung beantragen

Damit Sie finanziell unterstützt werden, müssen Sie sich bei der zuständigen Anlaufstelle anmelden. Die Adressen und Öffnungszeiten der für Sie zuständigen Stelle je nach Wohnregion finden Sie hier

Bringen Sie folgende Unterlagen für die Anmeldung mit:

  • Pass
  • Eintrittsblatt SEM oder Entscheid S-Status; oder
  • Bestätigung, dass Gesuch um S-Status eingereicht wurde
  • Gegebenenfalls den Untermietvertrag (oder ein Dokument auf welchem Ihr Wohnort ersichtlich ist)

Wenn Sie in einer Kollektivunterkunft wohnen, erfolgt die Anmeldung gleich dort.

Der Betrag der Sozialhilfe wird Ihnen im Moment bar am Schalter ausbezahlt. Sobald wie möglich soll der Betrag Ihnen elektronisch auf ein Konto einbezahlt werden. Sie können dafür bereits jetzt ein Bankkonto eröffnen. Wir empfehlen Ihnen, dies bei der Berner Kantonalbank zu tun, da es dort für Personen mit S Status nichts kostet. 

Eröffnung eines Kontos

Für die Eröffnung eines Kontos benötigen Sie:

  • Pass
  • Entscheid S-Status; oder
  • Bestätigung, dass Gesuch um S-Status eingereicht wurde

Kollektivunterkunft

Wenn Sie in die Schweiz kommen und noch keine Wohnmöglichkeit haben, werden Sie in einer Kollektivunterkunft untergebracht.

Im Kanton Bern ist je nach Region eine der folgenden Organisationen für die Kollektivunterkünfte zuständig:

Unterbringung bei Privatpersonen

Sie können auch bei Privatpersonen wohnen. In der Regel gibt es einen Vertrag oder eine Vereinbarung zwischen der Gastfamilie und Ihnen als Untermieter.

Informationen betreffend Gastfamilien sind hier zu finden:
Gastfamilien für ukrainische Geflüchtete

Wenn Sie privat untergebracht werden, müssen Sie sich bei Ihrer Wohngemeinde anmelden. Mehr Informationen dazu finden Sie hier:
Wissenswertes für schutzsuchende Personen aus der Ukraine

Sie können auch eine eigene Wohnung auf dem Markt finden. Dazu gibt es zahlreiche Immobilienwebseiten.

Wichtig: Wenn Sie im Kanton Bern angemeldet sind, müssen Sie grundsätzlich in diesem Kanton bleiben. Falls Sie Asylsozialhilfe beziehen und selber eine Wohnung finden, müssen Sie sich zwingend mit dem zuständigen Asylsozialdienst absprechen. In der Asylsozialhilfe gelten Limiten für den Mietzins einer Wohnung, die eingehalten werden müssen.

Mit dem Status S sind Sie für die medizinische Grundversorgung bei Unfall oder Krankheit bei einer Krankenkasse versichert.

Bei Ihrer Anmeldung erhalten Sie einen Voucher (Versichertenkarte) mit der Adresse Ihres zugewiesenen Arztes bzw. dem Kinderarzt Ihres Kindes. Sie dürfen nur diesen Arzt/diese Ärztin konsultieren und müssen den Voucher und Ihren Ausländerausweis mitbringen. Am besten vereinbaren Sie telefonisch einen Termin bevor Sie zum Arzt gehen.

Die Krankenkasse gilt nur für Behandlungen im Kanton Bern. Bei Notfällen können Sie sich an den Citynotfall in Bern oder den Notfall eines Spitals wenden.

Behandlungen bei Spezialisten sind nur nach Überweisung Ihres Hausarztes möglich (Ausnahmen: Frauenarzt, Augenarzt, Zahnarzt). Es werden nur einfache und notwendige Zahnbehandlungen von der Asylsozialhilfe bezahlt.

Hier finden Sie weitere Informationen:

Arbeitsbewilligung

Mit dem Schutzstatus S dürfen sie in der Schweiz einer selbständigen oder unselbständigen Arbeit nachgehen. Sie brauchen dafür aber eine Bewilligung.

Wenn Sie eine Anstellung gefunden haben, muss die Bewilligung von Ihrem Arbeitgeber beantragt werden. Mehr Informationen dazu finden Sie hier:
Erwerbstätigkeit mit Status S

Wenn Sie selbständig tätig sein wollen, können Sie die Bewilligung hier beantragen:
Selbstständige Erwerbstätigkeit mit Status S

Auch für ein Praktikum oder eine Berufslehre braucht es eine kantonale Bewilligung.

Stellensuchende

Wenn Sie Arbeit suchen, können Sie sich bei der Regionalen Arbeitsvermittlung anmelden und dort Unterstützung erhalten:
Anmelden beim RAV und bei der Arbeitslosenkasse

Der Erwerb der Landessprache ist eine wichtige Voraussetzung, um eine Arbeit zu finden. Hier finden Sie Informationen zu Sprachkursen in Ihrer Region:

Weitere Informationen zur Arbeit und Arbeitssuche finden Sie auf der Seite des Bundes:
Fragen und Antworten zur Ukraine-Krise

Der Schulbesuch ist für Ihre Kinder kostenlos, in der Schweiz dauert die obligatorische Schule von 5 – 15 Jahren. Informieren Sie sich auf Ihrer Gemeinde oder in Ihrer Kollektivunterkunft dazu. Die Gemeinden sind zurzeit daran, das schulische Angebot für Geflüchtete aus der Ukraine auszubauen.

Nach der obligatorischen Schule gibt es verschiedene Bildungsmöglichkeiten. Geflüchtete ab ca. 15 Jahren und junge Erwachsene aus der Ukraine mit Status S können sich online für die Aufnahme in ein passendes Bildungsangebot auf der Sekundarstufe II (Berufslehre, Gymnasium, Fachmittelschule etc.) anmelden:
Aufnahme in eine Mittelschule oder die Berufsbildung mit Status S

In der Berufsberatung und Informationszentren werden Sie zu den Bildungsmöglichkeiten beraten.

Weitere Informationen zur Schule und Weiterbildung finden Sie hier.

Weiterführende Informationen

Martina Blaser
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