Quatre mois de congé au Japon : Christoph Müller a organisé son congé non payé de bonne heure avec l’équipe – et montre comment concilier liberté personnelle et responsabilité professionnelle au sein de la CRS.
Nach einem langen Tag im Sattel steigen Christoph Müller und seine Partnerin in eine heisse Quelle. Stundenlang waren sie auf Japans Küstenstrassen unterwegs, sammelten Höhenmeter, spürten Gegenwind. Jetzt löst das warme Wasser die Müdigkeit aus den Beinen, Dampf steigt in die Abendluft. Sie sprechen über die Strecke, über Begegnungen unterwegs und über kleine Umwege, die sich gelohnt haben. Nicht über Sitzungen. Nicht über Projekte.
Vier Monate reisen sie so durch Japan – von Region zu Region, in ihrem eigenen Tempo. Viele Kilometer, ein klarer Rhythmus aus Aufbrechen, Ankommen und Weiterziehen. «Unterwegs sein ist wichtiger als ankommen», sagt Christoph Müller. Nicht nur auf dieser Reise.
Der Teamleiter Freiwilligenarbeit beim SRK Kanton Bern kündigt seine unbezahlten Ferien lange vor dem Aufbruch an. Er bespricht laufende Projekte, klärt Zuständigkeiten und regelt Stellvertretungen. «Mir war wichtig, dass alles transparent ist», sagt er. So weiss im Team jede und jeder, was ansteht.
Während der Reise hält er bewusst Abstand vom Arbeitsalltag. Entscheide fallen ohne ihn. Und es funktioniert.
Zurück in Bern merkt er, dass die Monate in Japan etwas bei ihm verändert haben. Er plant bewusster. Hört genauer zu. Gibt Prozessen Zeit. Nicht jeder Schritt braucht Tempo.
Pour et avec les gens.
SRK Kanton Bern schafft Rahmenbedingungen, in denen Mitarbeitende in ihrem eigenen Tempo leben, Pausen einlegen, reisen und sich weiterentwickeln können – und dabei Teil eines stabilen und verantwortungsvollen Teams bleiben.