Erfahrungsbericht

Spenden aus Dankbarkeit: Gutes tun für andere

Der Frauenkappeler Hans-Joachim Eggimann erfüllte sich zu seinem 85. Geburtstag einen Herzenswunsch: eine Spende an das Rote Kreuz Kanton Bern – als Dank für die gute Arbeit für mehr Menschlichkeit.

Seine unvergesslichen Begegnungen mit dem Schweizerischen Roten Kreuz liegen schon lange zurück. Hans-Joachim Eggimann ist als Auslandschweizer in Ostdeutschland aufgewachsen, sein Grossvater wanderte um 1900 von Gondiswil im Emmental nach Deutschland aus. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg durfte Hans-Joachim Eggimann als Neunjähriger zum ersten Mal längere Erholungsferien in der Schweiz verbringen.

Gut begleitet

Mit Rotkreuz-Zügen wurden die Kinder von Auslandschweizern damals nach Basel gefahren und von dort weiter an einen Sammelpunkt nach Rheinfelden.

An die freundlichen Rotkreuz-Schwestern erinnert sich Hans-Joachim Eggimann noch heute gerne, noch mehr aber an das Essen im Empfangslager: «Wir bekamen eine grosse Schüssel mit Kakao, frisches Brot und Käse dazu – so etwas schien damals nicht möglich, hätte man es nicht selbst erlebt.» Mehrere Monate verbrachte er anschliessend bei einer Familie in Engelberg. Vier Jahre später durfte er ein zweites Mal für Ferien in die Schweiz reisen.

Hans-Joachim Eggimann in den 1950er-Jahren vor seinem Lieblingscafé in Bern.

Hans-Joachim Eggimann in den 1950er-Jahren vor seinem Lieblingscafé in Bern. Mit seiner Frau lebte er anschliessend viele Jahre in Frauenkappelen.

Abgehauen

Diese Aufenthalte waren prägend: «Nach der Berufslehre sind mein Bruder und ich 1955 aus Ostdeutschland abgehauen und nach Bern gegangen.» Höchstens zwei Jahre wollten sie bleiben – daraus geworden ist lebenslang. «Und wir haben nichts bereut», schmunzelt Eggimann. Nach dem Tod seiner geliebten Frau hat er sich im vergangenen Jahr den lange gehegten Herzenswunsch einer grösseren Spende an das Rote Kreuz erfüllt.

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